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Der
„israelisch-palästinensische“ „Konflikt“ wird gern wahlweise als ein
„völkischer“ oder ein „religiöser“ Konflikt beschrieben. Beides ist er
nicht. Die Ursache für diesen nun schon 60jährigen „Konfliktherd“ ist
nicht in „rassischen“, „völkischen“ oder „religiösen“
„Unvereinbarkeiten“ zu suchen, sondern in sehr handfesten und sehr
menschenverachtenden materiellen Interessen.
Dies zu verstehen heißt auch begreifen, warum „Friedensbemühungen“ sich
immer wieder im Kreise drehen und warum die israelische Armee bei
Bedarf immer wieder die Bedingungen herbeischiesst, auf die sie dann
„antworten“ muss („Antworten“ ist die euphemistische Metapher für
Massaker an Zivilisten). Dies zu verstehen ist eine unabdingbare
Voraussetzung dafür, auf keine „völkischen“ Interpretationsmuster
hereinzufallen.
Israel ist nämlich keineswegs ein „jüdischer Staat“, der das „jüdische Volk“ vor der Vernichtung bewahren müsste. Es
ist ein Staat, der so mit den Interessen des Rüstungskapitals
verflochten ist, dass jede wie auch immer geartete „Friedenslösung“
dessen vitalste Interessen gefährden würde. Erst aus diesen
materiellen Interessen folgt erst der „Überbau“, der im wesentlichen
aus „völkisch“-rassistischen Mythen und einer unverhohlenen
Herrenmenschen-Untermenschen-Ideologie besteht.
Warum „sehen es“ die Massenmörder in der israelischen Regierung „nicht
ein“, dass die Palästinenser „blutverwandschaftsmäßig“ die direkten Nachkommen der antiken Israeliten sind, wie es der israelische Historiker Shlomo Sand nachwies?
Die Antwort ist ganz einfach: weil es sie im Grunde gar nicht interessiert.
(...)"
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